
Pädagogische Diagnostik

Erstdiagnostik

Wenn bei Ihrem Kind Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Schreiben auftreten und diese über einen längeren Zeitraum verharren, ist es oftmals sinnvoll, die vorliegenden Schwierigkeiten professionell abzuklären und eine pädagogische Diagnostik durchzuführen.
Für unsere pädagogische Erstdiagnostik verwenden wir ausschließlich standardisierte und normierte Lese- und Rechtschreibtests, die je nach Alter/Klassenstufe des Kindes zur Anwendung kommen.
Eine pädagogische Diagnostik ist bereits ab Ende der ersten Klasse bis ins Erwachsenenalter möglich. Eine frühzeitige Abklärung wird empfohlen, da eine spezifische Förderung während der frühen Phase des Schriftspracherwerbs besonders erfolgsversprechend ist (Ehri et al., 2001).
Unsere pädagogische Erstdiagnostik dient dazu, den schriftsprachlichen Entwicklungsstand des Kindes einzuordnen und die aktuelle Stufe des Rechtschreiberwerbs zu bestimmen. Was kann Ihr Kind bereits und wo liegen seine individuellen Defizite. Ebenso wird das Ausmaß der vorliegenden Defizite erfasst.

Ablauf unserer Erstdiagnostik
Für die Erstdiagnostik sollten Sie circa eine Stunde Zeit einplanen.
Um die Lese- und Rechtschreibleistung Ihres Kindes ausführlich zu untersuchen, führen wir standardisierte und normierte Lese- und Rechtschreibtests durch. Die Tests werden in einer eins-zu-eins Situation in einem unserer Lernräume durchgeführt. Während der Testung Ihres Kindes füllen Sie einen Anamnesefragebogen aus, der uns Informationen über die frühkindliche Entwicklung, den Verlauf der schulischen Probleme sowie das familiäre Umfeld und bestimmte Aspekte des kindlichen Verhaltens gibt.
Zum Abschluss des Termins vereinbaren wir einen Termin für das anschließende Auswertungsgespräch.

Auswertungsgespräch und Beratung
Im Auswertungsgespräch besprechen wir die Lese- und Rechtschreibleistungen Ihres Kindes unter Einbeziehung Ihrer Angaben aus dem Anamnesefragebogen. Dabei ordnen wir die Leistungen Ihres Kindes im Vergleich zu den Erwartungen der jeweiligen Alters- und Klassenstufe ein und analysieren die individuellen Fehlerschwerpunkte.
Sind alle Ergebnisse unauffällig und besteht kein weiterer Förderbedarf, endet unsere Zusammenarbeit an dieser Stelle erfreulicherweise.
Auch wenn Ihr Kind Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben zeigt, ist nicht immer eine spezifische Lernförderung erforderlich. In vielen Fällen reicht eine gezielte schulische Förderung oder außerschulische Nachhilfe aus, um die bestehenden Schwierigkeiten zu verringern und Wissenslücken zu schließen.
Bei gravierenden Schwierigkeiten im Lesen und/oder Schreiben empfehlen wir eine individuelle LRS-Förderung. Im gemeinsamen Gespräch erläutern wir die möglichen nächsten Schritte und Fördermaßnahmen und stellen Ihnen unser Förderkonzept vor.
Auf Wunsch erstellen wir ein schriftliches pädagogisches Fachgutachten.

Verlaufsdiagnostik
Bei Kindern, die unsere Lernförderung besuchen, führen wir regelmäßig Verlaufsdiagnostiken durch (alle 6 Monate). Dies hat den Vorteil, dass wir die Erfolge des Kindes objektiv beurteilen können. Der aktuelle Leistungsstand im Lesen und Schreiben wird erfasst und in Bezug zur Alters- bzw. Klassennorm gesetzt. Die erzielten Lernfortschritte im Lesen und Schreiben bestärken und motivieren die Kinder in ihrem weiteren Förderverlauf. Für uns als Lerntrainer ist - neben den regelmäßigen Beobachtungen innerhalb der Lernförderung zu den individuellen Fortschritten und aktuellen Fehlerschwerpunkten eines Kindes - die Verlaufsdiagnostik eine wesentliche Maßnahme, um den individuellen Förderplan mit seinen Förderzielen und Lernmethoden stets an den aktuellen Lernstand des Kindes anzupassen.
